Siebenbürgen – Pionierregion der Religionsfreiheit

Posted: 2 August 2017

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Neuerscheinung: Siebenbürgen – Pionierregion der Religionsfreiheit: Luther, Honterus und die Wirkungen der Reformation, von Urich Andreas Wien.

Siebenbürgen gehörte neben Teilen der Confoederatio Helvetica und dauerhafter als etwa Polen seit Mitte des 16. Jahrhunderts zu jenen Regionen Europas, die dem reformatorischen Bestreben zum Teil frühaufklärerischer, rationalistischer Humanisten Refugium und Heimstatt boten. Unter den Bedingungen pluralistischer Religionsgesetzgebung existierten am Ende des 16. Jahrhunderts innerhalb eines Staatswesens als anerkannte »rezipierte« 1 Konfession – in chronologischer Reihen-folge – die katholisch-altgläubige, die lutherische, die kalvinistische und unitarische Glaubensgemeinschaft sowie die lediglich geduldete orthodoxe Kirchengemeinschaft. Von Fürst István Báthory wird als staats- und religionspolitisches Credo überliefert: »Rex sum populorum, non conscientiarum.«

Diese Aussage eines Herrschers, der einer katholischen Rekonvertitenfamilie entstammte und zugleich zwei überwiegend protestantische Ständestaaten regierte, vermittelt den im ausgehenden 16. Jahrhundert geltenden Zeitgeist dieser ostmitteleuropäischen Region.

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